Implantat Typen verständlich erklärt

Implantate - Keramik oder Titan, eine Übersicht

Zahlreiche Hersteller bieten mittlerweile Zahnimplantate aus Titan und Keramik. Doch welcher Werkstoff ist für die Einheilung ideal und ist auch langfristig sinnvoll? In der Zahnarztpraxis Dr. Stefan Waas und Kollegen nehmen wir uns diesem Thema an und versuchen Ihnen die Lage aus unserer Sicht zu erläutern.

Klar ist, beide Materialien haben Vor- und Nachteile. Ein metallfreies Material ziehen vor allem Patienten in Betracht, bei denen aufgrund bestimmter Erkrankungen auf Titan als Material verzichtet werden muss. Allergien auf Titan sind in der Literatur beschrieben, wenn auch extrem selten. 

 

Titanimplantate: Wissenschaftlich gut untersucht und biokompatibel

Forscher beschäftigen sich seit langem mit dem Material Titan als Werkstoff für Implantate in vielen Bereichen der Medizin. Dazu zählen auch Zahnimplantate. Es gibt zahlreiche Studien und Eigenschaften und Wirkung auf das umliegende Gewebe sind bekannt und Körperverträglichkeit, Stabilität, Belastbarkeit und Langlebigkeit gegeben. Die Biokompatibilität dieses Werkstoffes ist für die Behandlung von Patienten extrem wichtig. Im Körper kommt es nach dem Einsetzen eines Implantats zu einer Verbindung des Fremdmaterials mit dem Kieferknochen (Osseointegration).  Knochenzellen lagern sich am Implantat an, das die künstliche, neue "Zahnwurzel" bildet. 

Es wird eine sehr feste und langzeitstabile Verbindung hergestellt, die verlässlich und flexibel für viele verschiedene Zahn- und Kiefersituationen eingesetzt werden kann. Nicht umsonst ist Titan bei zahnmedizinischen Implantationen das derzeit am häufigsten verwendete Material. 

Gegenüber Zahnimplantaten aus Keramik haben Titanimplantate immer noch den Vorteil, dass sie schneller in den Kieferknochen einwachsen. Die hohe Einheilquote und Flexibilität in der anschließenden Versorgung  von Titanimplantaten spricht aus unserer Sicht beim derzeitigen Stand der Wissenschaft für die Verwendung von Titan.

Das Edelmetall ist sehr bruchfest und hinsichtlich der Elastizität der natürlichen Knochensubstanz sehr ähnlich. Es ist korrosionsbeständig und äußerst langlebig, was bei der Verwendung für Zahnersatz von substanzieller Bedeutung ist.

 

Sind Zahnimplantate aus Keramik besser als Titan?

Keramikimplantate bestehen aus Zirkonoxid. Mit bis zu 24 Wochen dauert die Einheilung von keramischen Implantaten deutlich länger als bei Titanimplantaten, wo in der Regel nur 6-12 Wochen nötig sind. Weitere Nachteile ergeben sich aus dem Aufbau der Implantate. Biologisch uneingeschränkt verträglich und farblich den natürlichen Zähnen angepasst, stellt das Zirkonimplantat eine ästhetisch günstige Basis für die "neuen Zähne" dar. Die Implantate sind einteilig und zweiteilig am Markt verfügbar. 

Probleme bei der Versorgung sind bei der Verwendung von Zirkonimplantaten leider immer wieder zu beobachten. Einteilige Implantate müssen oft beschliffen werden, was sich ungünstig auf die Materialeigenschaften auswirkt. Die Aufbauteile bei zweiteiligen Zirkonimplantaten sind deutlich unflexibler und auch die Mindestdurchmesser der nötigen Teile unterliegen materialbedingt gewissen Nachteilen. Bei zweiteiligen Implantaten ist die langfristige Stabilität der Verbindung aus unserer Sicht noch nicht ausreichend dokumentiert. 

Da auch Zirkonoxid einem gewissen Alterungsprozess unterliegt, ist nicht sicher, dass es hinsichtlich der Beständigkeit ebenso gute Materialeigenschaften aufweist wie Reintitan.

 

Unsere Sicht in der täglichen Praxis

Titan hat sich über Jahre hinweg als tolles Material bewährt. Wissenschaftlich fundiert und millionenfach verwendet, sind die Ergebnisse bei korrekter Planung und Durchführung der Behandlung spektakulär. Wo früher nur eine Prothese möglich war, haben Patienten mit implantatgetragenen Zähnen heutzutage ein Maximum an Lebensqualität zu erwarten. Gerade die ausschließliche Verwendung von Eigenknochen in Kombination mit Titan als Basis, schafft langfristig entzündungsfreie und verlässliche Verhältnisse in Ihrem Mund. Unserer Meinung nach ist daher Titan das optimale Material. Keramikimplantate können jedoch für Risikopatienten mit Unverträglichkeiten eine sinnvolle Alternative sein. Weitere Studien und Langzeitbetrachtungen werden zeigen, ob Zirkonoxid eine gute Alternative sein kann. 

Weitere Fragen beantworten Ihnen die Zahnärzte der Zahnarztpraxis Dr. Stefan Waas & Kollegen in München Giesing gerne. Auf Wunsch kann ein Implantat-Beratungstermin auch Online vereinbart werden.

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